Walk the talk – HR als Vorreiter für Remote Leadership und virtuelle Zusammenarbeit

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Die Digitalisierung verlangt von Unternehmen ein radikales Umdenken. Produkt, Kundenbeziehung, Geschäftsmodell müssen neu definiert werden. Gleiches gilt aber auch für Führung und Zusammenarbeit. Hier hat HR im Unternehmen die Chance und Pflicht, New Work auf die Agenda zu bringen. Und für die konsequente Umsetzung von effektiver und effizienter Führung und Zusammenarbeit über Standorte hinweg zu sorgen.

Und wenn HR das nicht tut?

Dann kommt der IT-Bereich oder die „Digitalisierungsinitiative“ mit pragmatischen technikorientierten Vorschlägen um die Ecke. Und der Faktor Mensch gerät schnell in den Hintergrund.

 

Sitzt HR am Steuer?

Nein, hier geht es uns nicht um „die“ und „wir“, um Abschottung oder Alleingänge. Die Digitalisierung betrifft alle Bereiche und erfordert die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten. Als Business Partner bringt jeder seine Kompetenz ein, um die Organisation voran zu bringen. Und wenn es um Fragen zu „Remote Leadership“ oder „virtueller Zusammenarbeit“ geht, dann ist eben die Personalabteilung gefragt. Die müssen es doch wissen.

Viele verpasste Chancen

Soweit die Theorie. Die Realität erleben wir in vielen Unternehmen anders:

  • Es herrscht viel Unsicherheit, wie man effektiv führt, wenn sich nicht alle Kollegen am gleichen Ort befinden
  • Trainings für Führungskräfte, die über Standorte hinweg führen: In den meisten Fällen Fehlanzeige
  • Standards oder Best Practices für erfolgreiche Online-Zusammenarbeit: gibt es nur ganz selten
  • Gerade Online-Besprechungen haben einen schlechten Ruf, in vielen Fällen zu recht, weil die Teilnehmer abgelenkt und nicht engagiert bei der Sache sind 
  • Neue Tools für Kommunikation und Kollaboration werden eingeführt und „ausgerollt“. Anwender-Schulungen – wenn es sie denn gibt – haben jedoch eher die Funktionen des Tools als die Arbeitsweisen und Business-Herausforderungen der Anwender im Blick. Mit fatalen Folgen für die Nutzung

Füllen Sie das Gestaltungs-Vakuum!

In diesem Vakuum schaffen IT-Projekte und Digitalisierungs-Initiativen oft einseitig Fakten. Richten Büros neu ein. Etablieren Tools für bessere Zusammenarbeit. Wenn Sie schon einige IT Projekte beobachtet oder HR-seitig mit Change Maßnahmen begleitet haben, dann kennen Sie das: Es reicht einfach nicht, wenn man sagt: „Hallo Führungskräfte, wir sind jetzt 4.0, d.h. wir arbeiten digitaler, stärker vernetzt und noch internationaler. Online-Besprechungen ab jetzt mit Skype for Business.“ HR muss da mehr mitgestalten und den Change treiben!

Was kann HR konkret tun? 6 Impulse

1) Eine Vision formulieren

Wie sieht das Zielfoto aus? Wie werden Führung und Zusammenarbeit in Zukunft bei Ihnen im Unternehmen funktionieren? Entwerfen Sie eine begeisternde Perspektive für Leadership und Kollaboration 2020!

2) Mit gutem Beispiel vorangehen

Wie ist denn die Situation in Ihrer globalen HR Funktion? Wie gelingt Führung der Personal-Experten über Standorte hinweg? Und wie schätzen Sie die länder- und standortübergreifende Zusammenarbeit in den HR-Teams ein? Starten Sie die Neuausrichtung der Führung im Personalbereich. Und werden Sie Vorreiter und Vorbild für New Work!

3) Den Business Case aufzeigen

Fakt ist: in regional verteilten Unternehmen müssen Führung und Zusammenarbeit neu gedacht und im digitalen Zeitalter anders gemacht werden! Auch wenn Ihnen das klar ist: ohne Business Case kein Projekt. Analysieren Sie daher den Status Quo, arbeiten Sie glasklar heraus, was der Nutzen von besserer Führung und Zusammenarbeit in Global HR ist. Wo können Sie durch effektivere Kollaboration signifikant Zeit und Geld sparen? Und wenn Sie dann schon gemeinsam mit den relevanten Beteiligten diskutieren, klären Sie doch auch gleich Prioritäten und konkrete Vorgehensweise.

4) Anforderungen verstehen: Was brauchen Führungskräfte und deren Teams?

Erarbeiten Sie gemeinsam mit den Führungskräften, was sie im Alltag wirklich brauchen: Wo sie Herausforderungen sehen und neue Fähigkeiten benötigen. Und welche Tools ihnen bei Online-Besprechungen, Trainings und der Zusammenarbeit über Standorte hinweg echten Mehrwert liefern. Je besser Sie die funktionalen Anforderungen kennen, desto zielführender werden die Diskussionen mit der IT im Hinblick auf die optimale technische Lösung verlaufen.

5) Kompetenzen entwickeln – Spielregeln definieren und anwenden

Und jetzt unterstützen Sie Ihre Führungskräfte und Teams dabei, die neuen Kompetenzen zu entwickeln. So „blended“ wie nötig, mit Impulsen und Trainings im Virtuellen Klassenraum. Mit Workshops, in denen Spielregeln zur Zusammenarbeit, Kommunikation und Tool-Nutzung definiert werden. Und mit der Anwendung und Umsetzung der Spielregeln, ggf. unterstützt durch individuelles Coaching.

6) Die Erfolgsgeschichte erzählen

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden andere Abteilungen und Bereiche aufmerksam auf die Veränderungen, die sie bei HR – als Trendsetter für New Work – erleben. Zusätzlich sollten Sie die erzielten Erfolge, die verbesserte Führung und Zusammenarbeit, die Herausforderungen und Erkenntnisse weitergeben. Alle Bereiche, die über Standorte hinweg arbeiten, werden davon profitieren. Als Vorreiter für gutes Change Management agieren – im eigenen Bereich anfangen.

 

Wenn Sie als HR Funktion auch mit guten Beispiel vorangehen wollen, unterstützen wir Sie sehr gerne dabei. Als Spezialisten für Remote Leadership und Kollaboration in virtuellen Teams verfügen wir bei virtuu auch über die erforderliche Change Management-Kompetenz für die erfolgreiche Umsetzung mit Ihnen. Mehr dazu auch in unseren nächsten Praxis-Webinaren.